DIE GRÖßEN DER UNTERNEHMEN

Das Gesetz über Wirtschaftsgesellschaften bestimmt drei Kriterien für die Größe der Unternehmen und zwar die Anzahl der Angestellten (große Unternehmen haben 250 Angestellte), das Vermögen (große Unternehmen haben einen Aktivawert von über 400 Millionen SIT), und die Höhe der Einnahmen (große Unternehmen haben über 800 Millionen SIT Jahreseineinnahmen). Weil zwei der Kriterien bei der Auswahl der Unternehmen in unser Modell maßgebend waren, nämlich die Belegschaftszahl und die Höhe der Einnahmen, ist es natürlich nicht verwunderlich, daß fast 88 % aller befragten Unternehmen zu den großen zählen - dies bedeutet, daß sie mindestens einem der beiden von uns ausgewählten Kriterien der Größe nach dem Gesetz über Wirtschaftsgesellschaften entsprechen. In Hinblick auf die Anzahl der Angestellten sind 68 % der Unternehmen groß, in Hinblick auf das Vermögen 90 % der Unternehmen und in Hinblick auf die Größe der Einnahmen 92 %. Diese Daten belegen, daß es sich wirklich um die Auswahl großer und erfolgreicher Unternehmen handelt, natürlich für slowenische Verhältnisse.


Alter der Unternehmen

Ein breites Spektrum der Unternehmen wurde in der Umfrage auch nach dem Alter erfaßt: vom ältesten, das 1842 gegründet wurde, bis zum jüngsten von 1993. Fast 10 % führen eine Unternehmenstradition, die bereits im vorigen Jahrhundert entstanden sind fort, was uns sagt, daß Slowenien ein Land mit langer Industrietradition ist.




Weitere 5 % der Unternehmen wurden schon vor dem Ersten Weltkrieg gegründet, 7 % aber zwischen den beiden Weltkriegen. Da sich das sozialistische System in großem Maße mit der Industrialisierung gleichsetzt, ist die Angabe nicht erstaunlich, daß jedes dritte (34 %) befragte Unternehmen unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Zeit von 1945 bis 1959 gegründet wurde. Aus den fünfziger Jahren sind 18 % der Unternehmen, 10 % aus den Sechzigern, 6 % aus den Siebzigern und Achtzigern, 9 % aber aus den neunziger Jahren (also bereits nach der Inkraftsetzung des neuen Gesetzes über die Unternehmen - später das Gesetz über die Wirtschaftsgesellschaften). Eines der befragten Unternehmen führte das Gründungsjahr nicht an.


Unternehmensbranchen

Die befragten Unternehmen unterscheiden sich sehr stark nach ihren Branchen, auf dieser Sicht wurde ein sehr breites Spektrum der slowenischen Wirtschaft erfaßt. Vier der befragten Manager führten ihre Unternehmensbranche nicht an. Wir folgern daraus, daß sie auf diese Weise - wegen des spezifischen Fachbereichs - ihre Identität vorenthalten wollten. Die meisten Unternehmen (58 %) führten nur einen, den bedeutendsten Tätigkeits- oder Fachbereiche an, zwei Fachbereiche führten 14 % der Unternehmen an, drei Fachbereiche ebenfalls 14 %, wenige Unternehmen aber mehr Betätigungsfelder. Es ist bekannt, daß die slowenischen Unternehmen eine ganze Reihe von Fachbereichen registriert haben, von denen führen die meisten Unternehmen zumindest einige aus.




Die Unternehmen, die ihre Fachbereiche anführten, reihen sich nach erstangeführten Fachbereichen, welche für sie am wichtigsten sind, in fast 32 unterschiedliche Fachbereiche ein. Die meisten (9 % aller befragten Unternehmen) sind aus dem Vermittler- und Großhandelsbereich (außer mit Kraftfahrzeugen), es folgen der Klein- und Einzelhandel (außer mit Kraftfahrzeugen) (8 %), das Bauwesen (7 %), die Metall- und Textilproduktion (6 %) sowie die Nahrungs- und Getränkeproduktion, die Bekleidungsproduktion und die Produktion von Elektromaschinen und - geräten (zu je 5 %).